Unsterblichkeitsglaube in den griechischen Versinschriften

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Unsterblichkeitsglaube in den griechischen Versinschriften

Matylda Obryk

Autre Première publication : 2012

Résumé

Grabinschriften erlauben einen einmaligen Einblick in die Glaubenswelt desMenschen. Anhand von 64 Inschriften aus dem Mittelmeerraum rekonstruiert diese Studie den Unsterblichkeitsglauben der griechischsprachigen Menschen der Antike. Die Inschriften stammen aus der Zeit vom 5. Jh. v. Chr. bis in das 5. Jh. n. Chr. Analysiert werden die in den Grabinschriften verwendeten Bilder, wobei sichverschiedene Bestandteile des Unsterblichkeitsglaubens herauskristallisieren: der Tr ger der Unsterblichkeit, der Ort, an dem man die Unsterblichkeit erlebt, sowie die dort verrichteten T tigkeiten. Vor diesem Hintergrund l sst sich zudem eine Seelenlehre der Grabinschriften zeichnen. Die Studie zeigt, dass jeder einzelne Bestandteil des Glaubens sowohl im dies- als auch im jenseitigen Bereich erlebt werden konnte. Das Gesamtbild des Unsterblichkeitskonzepts weist jedoch betr chtliche Inkonsequenzen auf: So kann der Verstorbenemit dem schwindenden Atem identifiziert werden, verrichtet jedoch im Jenseits den G ttern einen ewigen Dienst. Die Inschriften geben demnach ein Zeugnis f r die so oft inkoh renten Vorstellungen einer popul ren Religiosit t, die jedoch von literarischen Topoi und philosophischen Einfl ssen gepr gt ist.

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