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Résumé
Dass Hermann Peter Piwitt eine Frau erzählen lässt, in IchForm, ist gewiss eine Überraschung. Und sie gelingt! Vielleicht weil der Autor sich selbst und seine Geschlechtsgenossen, so aus ironischkomischer Perspektive in den Blick nehmen kann. Nach einer eher leidenschaftslosen Ehe, die durch den Unfalltod des Ehemannes ihr Ende gefunden hat (nicht unbedingt ein glückliches, genau genommen), scheint nun alles anders zu werden. Henrik, ein Schriftsteller, ist ins Leben der Erzählerin getreten.FuÌAer die beiden nicht mehr ganz jungen Menschen bietet sich endlich die grosse Chance, Waghalsiges zu riskieren, Phantasien auszuleben. Jeden Moment kosten sie aus, indem sie sich gänzlich einander hingeben. "Da wir aneinander verloren, verlor sich auch der Alltag in uns", wird sich die Erzählerin erinnern. Wenn nur dieser sonderbare Wunsch von Henrik nicht wäre, ein "Liebesbeweis", wie er es nennt. Hartnäckig haÌAelt er daran fest. Aber könnte er dessen Erfüllung überhaupt ertragen?Piwitt zeigt sich einmal mehr als genauer Beobachter und virtuoser Erzähler zwischenmenschlicher Verstrickungen und leiser Momente. "Erbarmen" ist eine melancholische und bisweilen tragikomische Novelle über Sehnsucht, Täuschung und Selbsttäuschung."Piwitts Prosa ist berauschend."Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger Hermann Peter Piwitt, geb. 1935, wuchs in Frankfurt am Main auf, studierte Soziologie, Philosophie und Literaturwissenschaften. Er debütierte 1965 und veröffentlicht seitdem zahlreiche vieldiskutierte Romane, Erzählungen und Essays. Piwitt lebt heute in Hamburg.