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Canossa

Entlarvung einer Legende. Eine Streitschrift

Johannes Fried

Résumé

Canossa war keine Wende. Canossa führte zu keiner Entzauberung der Welt. Dieses Canossa war ein Mythos, eine Legende. Tatsächlich schlossen Papst Gregor VII. und König Heinrich IV. in Canossa einen Friedensvertrag. Erinnerungsunkritische Kritik wollte diesen Pakt in Zweifel ziehen, als ,,neue Legende" voreilig dem Vergessen überantworten. Die vorliegende Streitschrift setzt sich mit dieser Kritik auseinander und zeigt, wie auch die gegenwärtige Geschichtsforschung der Modulationsmacht des Gedächtnisses ausgeliefert ist und damit zu Fehlurteilen führt. Sie verweist auf wesentliche Inhalte und Ziele des Vertrags von Canossa, den wechselseitigen Schutz der Ehre von Papst und König, die angestrebte Konsenserneuerung im Reich der Deutschen, zeigt aber auch sein Scheitern durch die Uneinigkeit der Führungseliten dort und in der Lombardei. Nicht Heinrichs Rekonziliation in Canossa, nicht die Kirchenreform, kein nach Weltherrschaft greifender Papst brachten die Wende, den Auftakt zu einem durch annähernd dreihundert Jahre immer wieder erneuerten, konfliktträchtigen Gegenkönigtum im römisch-deutschen Imperium, sondern interne Konflikte, der Hader unter den Deutschen.

Détails de l'édition

ISBN-13
9783050056838
ISBN-10
3050056835
EAN
9783050056838
Éditeur
Akademie-Verlag (Berlin)
Date de publication
18 avril 2012
Langue
de
Pages
181
Dimensions
25 cm
Provenance des données
  • dimensions BnF Catalogue général · 23 juillet 2026
  • language Google Books · 30 juillet 2026
  • page_count Google Books · 30 juillet 2026
  • publication_date Google Books · 30 juillet 2026
  • subtitle Google Books · 30 juillet 2026
  • summary Google Books · 30 juillet 2026
  • title Google Books · 30 juillet 2026