Bezweifelte Erinnerung, verweigerte Glaubhaftigkeit

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Bezweifelte Erinnerung, verweigerte Glaubhaftigkeit

Überlebende des Holocaust in den Ghettorenten-Verfahren

Kristin Platt

Résumé

Nach der Verabschiedung des sogenannten Ghettorenten-Gesetz im Jahr 2002 wurden zahl-reiche Anträge an die Deutschen Rentenversicherungsträger gestellt. Wie wurden sie vor den deutschen Sozialgerichten behandelt? Das Gesetz hatte für Überlebende des Holocaust, die im Ghetto "freiwillig" gearbeitet hatten, die Möglichkeit eröffnet, diese Arbeitszeiten als Rentenzeiten anerkennen zu lassen. Die sozialpsychologische Untersuchung zeichnet die gerichtlichen Argumentationen nach, mit denen die Anträge als nicht glaubhaft bewertet wurden, und deckt in diesem Zusammenhang Haltungen der Verweigerung auf, die Darstellungen der Überlebenden als vertrauenswürdig zu werten. Nicht zuletzt als ein Beitrag zu einem Kapitel der jüngsten Zeitgeschichte verfolgt die Analyse eine übergreifende Diskussion zur Würdigung der Aussagen traumatisierter Zeugen vor Gericht und zur Erinnerung an traumatisierende Erfahrungen im hohen Alter.

Détails de l'édition

ISBN-13
9783770553730
ISBN-10
377055373X
EAN
9783770553730
Éditeur
W. Fink (Paderborn)
Date de publication
1 janvier 2012
Langue
de
Pages
517
Dimensions
24 cm
Provenance des données
  • dimensions BnF Catalogue général · 23 juillet 2026
  • language Google Books · 5 août 2026
  • page_count BnF Catalogue général · 23 juillet 2026
  • publication_date BnF Catalogue général · 23 juillet 2026
  • subtitle Open Library · 26 juillet 2026
  • summary Google Books · 5 août 2026